Bling Bling

So mal wieder muss ich mich zum Thema Autofahren auslassen. Diesmal geht es um eine kleine, aber nicht unwichtige Sache: das Blinken.

Gestern war ich mal wieder auf dem Heimweg. Ganz seelenruhig und ohne Sorgen war ich schon fast Zuhause als mich wieder einer dieser Vollidioten aus der Ruhe brachte. Ich sah nur wie aus dem Nichts und ohne Grund zwei rote Bremslichter aufleuchten. Halb erwürgt vom Gurt und mit einer Tonne auf der Bremse bemerkte ich, dass mein werter Vorausfahrer in eine Nebenstraße einbog. Blinker: Fehlanzeige.

Leider kommt mir das ganze viel zu Häufig vor. Sei´s an Kreuzungen, abknickenden Vorfahrtsstraßen oder an Kreisverkehren. Was ist denn verdammt nochmal so schwer daran den Blinker zu setzen? Man braucht keinen Kraftaufwand, er kostet kein Benzin und er schaltet sich sogar allein ab – ein wahres Wunderwerk der Technik. Leider viel zu oft ungebraucht. Zumal dies in den meisten Fällen den Verkehrsfluss stark behindert. Ich stelle das „Nichtblinken“ auf die gleiche Ebene wie zu schnell fahren, da dadurch auch schnell gefährliche Situationen entstehen können.

Auf Bald

TK.

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Review: Harpyie – Willkommen im Licht

Heute gibt es mal wieder eine Albumkritik von mir für euch. Diesmal sind Harpyie dran, eine Band, die ich schon seit ihrem Debütalbum „Blindflug“, was 2011 erschien, verfolge. Da ich mich seit mehreren Jahren sehr aktiv im Bereich der mittelalterlichen Musik umschaue und jede Band, die mir „über den Weg läuft“ anhöre, war ich schon damals sehr begeistert von den 7en rund um Frontmann Aello.

Quer_bandcombo

Das neuste Album, was am 11.10.2013 erschien, nehme ich heute mal genauer unter die Lupe. Es hört auf den Namen „Willkommen im Licht“ und war heiß erwartet von mir. Ob Harpyie wirklich im Licht wartet und euch willkommen heißt oder ob sie in der Dunkelheit verweilen erfahrt ihr jetzt.

Los geht die 14 Lieder starke Scheibe mit einem klangvollen Intro „Aus den Schatten„, bei dem ich schon die erste Gänsehaut bekam. Ein wunderschönes Klavierstück, welches zum Schluss schmetternd in den ersten Titel „Der letzte Held“ endet. Diese nahtlosen Übergänge, die man im späteren Verlauf des Albums auch wieder findet, geben das Gefühl eher ein musikalisches Hörbuch vor sich zu haben, was dem Album den Zusammenhang gibt, was mir bei anderen Alben fehlt.  „Der letzte Held“ legt mit harten Metalriffs vor gefolgt von Dudelsäcken und Aellos Stimme, bei der sich direkt zeigt, das Harpyie gesanglich eine ganze Schippe drauf gelegt hat. Im Verlauf des Liedes werden eingesessene Mittelalterfans sicherlich hellhörig, denn unser Hauptmann von Feuerschwanz hat einen kleinen aber feinen Gastauftritt als Tod. Das Verleiht dem Lied das gewisse Augenzwinkern. Im nächsten Lied gibt es ein Statement der Band zu hören. „Wir sterben nie“ soll die Unverwüstlichkeit der Band zeigen, denn auch Harpyie hat neben ihren Fans auch Gegner. Das Tempo nimmt in diesem Lied noch ein wenig fahrt auf. In „Ausgebrannt“ wird es wieder ein wenig langsamer, doch nicht ruhiger und Besuchern der Live – Shows dürfte der Song bekannt vorkommen. So wie der nächste Song namens „Blutsbrüder„, zu welchem schon im November 2012 ein Video erschien. Schon da hatte man einen Einblick darauf, in welche Richtung die Band sich entwickeln wird.

Etwas ruhiger wird es dann in „Diese eine Nacht“ bei dem in Erinnerungen an eine schöne Nacht geschwelgt wird. Wer sich auf das Lied einlässt und selbst so eine Zeit erlebt hat, der wird sich ertappen, wie auch er zurück an diesen Moment denkt. „Samson und Delilah„, welches an ein biblisches Paar angelehnt ist, ist leider eines der Lieder, mit denen ich nicht so viel anfangen kann. Um einiges mehr gefällt mir das darauf folgende „Mädchen im Wasser“ was in über 6 Minuten die traurige Geschichte einer unmöglichen Liebe am Strand erzählt. Danach wird das Meer verlassen und in kältere Gebiete eingedrungen. „Antarktika“  – Ein Lied, bei dem alles richtig gemacht wurde: harte Riffs, melodische Dudelsäcke und ein Refrain, der sich wunderbar zum mitsingen eignet – man fühlt sich wie im ewigen Eis.  So ein Lied verdient ein grandioses Ende, was mit „Antarktika Epilog“ wie gewünscht passiert. Wie schon im Intro bekommen wir ein Klavierstück zu hören, was Aello mit seiner Stimme abrundet – grandios! „Könnt ihr die Posaunen hörn?“ wird im Lied „Jericho“ gefragt. Ich kann ganz klar sagen: Ja! Das Lied legt noch einmal an Schnelligkeit zu und man kann am Anfang einen Hauch von Rap erkennen. Ich mag diese Experimentierfreudigkeit, denn obwohl sich die Stile teilweise ändern, bleibt Harpyie trotzdem Harpyie. Der Track endet mit einem Dialog, mit dem das nächste Lied „Anna Marie“ eingeleitet wird. Auch hier geht es wieder um die Liebe. „Sturmvögel“ – ein Lied, von Zusammenhalt, Zugehörigkeit und Toleranz, verpackt in eine Melodie die zum Mitsingen geradezu einlädt und dabei Kraft gibt.  Auch zu diesem Lied gibt es ein Video, welches durch Crowdfounding, also durch Fans, finanziert wurde.

Auch in diesem Video sieht man das Gesamtkunstwerk Harpyie, die wissen, wie sie die digitalen Medien einzusetzen haben. Den Schluss macht das Titelgebende Lied „Willkommen im Licht„. „Sei du selbst“ gibt es dir noch auf den Weg mit – ein wirklich gelungener Abschluss des Albums.

Fazit: Lange habe ich darauf gewartet und ich wurde nicht Enttäuscht. Harpyie sind für mich im Licht angekommen. Es zieht sich ein roter Faden durch das Album, der nie abreißt. Wie in einem spannenden Buch kann man einfach nicht mit dem zuhören aufhören. Ich verzichte auch ganz absichtlich auf Vergleiche zu anderen Bands, da Harpyie mit ihren Schwingen frischen Wind in die Mittelalter – Szene bringen.

Wertung: 10/10

Homepage: Harpyie

Konzert: Stars For Free 30.08.13

So da bin ich mal wieder. Diesmal mit einer Konzertreview.

Mein Musikgeschmack geht eher in andere Richtungen, als Pop, HipHop oder Soul. Doch diesmal wollte ich mich auch mal davon überzeugen, dass auch „große“ Künstler Live singen können.

Und da kommen wir auch schon zum springenden Punkt. Von den 8 Künstlern haben gerade mal die Hälfte Live gesungen, der Rest kam vom Band. Echt schade, dass ein Lou Bega, seine Titel playback singen muss und sich dabei auch noch verhaspelt – schnell den Hut ins Gesicht gezogen, das merkt schon keiner – eine Schande.

Die Halle war, am Anfang, richtig voll. 10.000 Menschen sollten wohl dabei gewesen sein.  Organisiert wurde der ganze Kram von Hitradio RTL mit Unterstützung von ein paar Werbepartnern. Bevor es los ging und wärend den Pausen, die das ein oder andere mal echt unerträglich waren, spielte vorn ein selbsternannter DJ, der verzweifelt versuchte die Masse anzuheizen – Leider ohne Erfolg.

Das war nämlich das nächste Problem. Die Leute in den ersten 5 Reihen standen da, als hätten sie eine ganze Schachtel Schlaftabletten geschluckt. Keine Regung, kein Spaß, keine Party.  Im weiteren Verlauf des Abends kamen dann doch noch ein paar Livebands, wie Frieda Gold und die Söhne Mannheims.  Leider schienen die Leute am Ton blutige Anfänger zu sein, denn statt der Stimme hörte man bloß Bässe und gedröhne – das geht besser.  Bei den Söhnen Mannheims kam der abend dann an seinen  Tiefpunkt. Vom Ton her das gleiche Spiel wie bei Frieda Gold. Um ehrlich zu sein hatte ich mich ein wenig auf die Söhne Mannheims gefreut, da mich Xavier Naidoo Live wirklich mal interessiert hatte. Doch als die 11 Mann auf der Bühne waren, zeigte sich, dass einer fehlte – Xavier Naidoo. Als nach der Hälte des Auftritts klar wurde, dass er auch nicht mehr kommt, Leerte sich der Saal. Von den anfangs 10.000 Leuten bieben ganz zum Schluss etwa 1000 – 2000 übrig – wirklich ein Hohn.

So ging der Abend zuende. Ich hatte Kopfschmerzen vom gedröhne, war müde und musste noch nach hause fahren. Etwas positives zum Schluss hab ich noch: Die schwedische Gruppe NONONO, die wohl noch kurzfristig eingesprungen sind.

Fazit: Kurz und knapp:Enttäuschend.